Ihr echter Experte
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Janine Wolter
Fachberaterin
Holz

Schnittholz

FRISCH UND UNBEARBEITET

Schnittholz kommt direkt aus dem Sägewerk und gelangt nach dem Herausschneiden aus dem Baumstamm unbearbeitet und oft sägerau gleich weiter in den Handel. Wir führen Schnittholz in verschiedensten Holzarten, Stärken und Längen. Unser Sortiment umfasst Konstruktionsvollholz, Brettschichtholz, Leimholz, Latten, Kantholz, Bauholz, Bretter, Bohlen oder Dielen – immer in bester Qualität. Natürlich sägen wir unsere Rohholzprodukte auch auf Ihren persönlichen Bedarf zu.

Erhältlich an folgenden Standorten

Schnittholz – Definition und Besonderheiten

Zwar wird der Begriff „Schnittholz“ wie selbstverständlich im Sprachgebrauch benutzt, doch tatsächlich wissen die wenigsten Bauherren ihn zu erklären. Im Bilde über bestimmte Tatsachen zu sein ist vor allem hier besonders wichtig, da Schnittholz, als frisch eingeschnittenes Holzerzeugnis, keine bauaufsichtliche Zulassung für die Verwendung als Bauholz hat. Zumindest zunächst nicht. Schnittholz muss mindestens 6 mm stark sein und wird durch das Sägen von Rundholz parallel zur Stammachse hergestellt. Scharfe Kanten oder gar Baumkanten sind dabei keine Seltenheit. Zu den traditionellen Formaten zählen dabei Balken, Kantholz, Bohle, Diele, Brett, Latte, Leiste, Furnier, Sägefurnier und Funierstreifen.

Wann wird Schnittholz zum Bauholz?

Um für tragende oder aussteifende Zwecke eingesetzt werden zu dürfen, muss das raue Schnittholz zunächst auf eine Holzfeuchte von maximal 20 Prozent getrocknet sein. Erst dann können die vorhandene Krümmung und Schwindrisse beurteilen werden, das im nächsten Schritt zu einer Sortierung gemäß der in der DIN 4074 festgelegten Kriterien zur Tragfähigkeit führt. Einige dieser Einteilungen betreffen zum Beispiel die Lage und Größe von Ästen, die Art, Lage und Tiefe von Rissen sowie die Faserneigung. Im letzteren Fall sollten die Holzfasern möglichst parallel zur Längsachse des Holzquerschnitts verlaufen. Ausschließlich Schnittholz, welches die Sortierkriterien erfüllt, darf am Bau tatsächlich verwendet werden.

Verschiedene Schnitte, unterschiedliche Verarbeitung

Je nachdem wie die Stammstücke gefällter Bäume im Sägewerk verarbeitet werden, entstehen verschiedene Querschnitte. Dabei gilt, dass die steigende Zahl der Teile, in die der Stammquerschnitt gespalten wird, das Holz reißfester macht. Bei der Spaltung in wenige Teile hingegen wird das Schnittholz leistungsfähiger in Bezug auf Schub, Zug, Biegung bzw. Bruch. In der Regel wird Schnittholz in Abhängigkeit von der Verarbeitung als säumig, vollkantig oder geschwartet bezeichnet. Im ersteren Fall handelt es sich um Schnittholz, das noch Teile der Rundung zeigt. Als Vollkantig wiederrum wird Schnittholz mit sauberen Schnittkanten bezeichnet. Als geschwartet wird im Fachjargon der Stamm genannt, nachdem eine Außenrundung auf einem Teil des Umfangs entfernt wurde.